Aktion Noteingang

Da geht man, aus der Erfahrung der vergangenen Jahre, quasi ohne Erwartungen an seiner Stadtbilbiothek vorbei – hier die Stadt- und Landesbibliothek Potsdam – und findet auf einmal folgendes:

Bei der Aktion Noteingang handelt es sich um ein Projekt im Land Brandenburg, das von einer Gruppe Bernauer Jugendlicher in Anlehnung an ein ähnliches Vorhaben in Berlin initiiert wurde.  Treibende Anlässe beim Aufbau dieses Projektes waren eindeutig rassistisch motivierte Angriffe, vor allem im Sommer 1998, bei denen unter anderem ein Gambier und ein Vietnamese am hellichten Tag in Bernau überfallen und verletzt wurden. (siehe Liste rassischtischer und faschistischer Überfälle in Brandenburg)  Aus diesen Ereignissen heraus, entstand das Bedürfnis, auf die zunehmende Anzahl rassistisch und faschistisch motivierter Übergriffe aufmerksam zu machen, Solidarität mit den Betroffenen zu zeigen, eventuell eine Unterstützungsmöglichkeit für Leidtragende zu schaffen. Ansatzpunkt war, ein Handlungskonzept zu entwerfen, welches nachhaltig die Problematik rassistischer und faschistischer Angriffe thematisiert – und zwar genau dort, wo aus unserer Analyse heraus die Täter ihre Rückendeckung kriegen, in der Mitte der Gesellschaft.  Die Aktion soll eine breite öffentliche Diskussion innerhalb der Gesellschaft und das Aufzeigen einer konkreten Handlungsmöglichkeit gegen den rechten Mainstream ermöglichen. (Quelle)

Die mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnete Aktion ist ein blendendes Beispiel für die politische Arbeit von Bibliotheken.

Ich sage BRAVO!!!

DonBib

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