Mein Senf zum 101. Bibliothekartag – Teil 2

Nach meinem ersten Blogeintrag zu den Enttäuschungen heute nun der Blogeintrag zu den tollsten Dingen des 101. Bibliothekartags.

Gleich vorweg: ich habe leider keine drei mich begeisternde Vorträge gefunden. Nicht weil ich immer nur meckern will, sondern weil ich vielleicht mit dem falschen Ansatz und zu großen Erwartungen den Vorträgen lauschte. Deswegen weite ich das Siegertreppchen, also die drei ersten Plätze, auch auf ganz allgemeine Dinge aus.

Die Platzierungen der tollsten Dinge:

Sieger: Das Ambiente

2. Platz: Ethisches Handeln in Bibliotheken am Beispiel der Raubgutforschungsprojekte (24.05., 17:00 – 18:00 Uhr)

3. Platz: Wenn Bibliotheken die digitale Zukunft gestalten – Die Bibliothek als Innovationsträger einer Stadt oder Gemeinde (25.05., 10:30 – 11:00)

Ich gratuliere allen Gewinnerinnen und Gewinnern – diesmal wirklich.

Zu den Platzierungen im Einzelnen:

Sieger: Das Ambiente. Die Stadt, das Wetter, das Kongresszentrum, kostenloser Kaffee (sofern man es wusste), Wasserspender, Bier, die Klimatisierung der Räume, bibliothekar2go.de, Ausgewogenheit des Vortragsprogramms – alle haben ihr bestes gegeben und mir hat eigentlich alles besser gefallen, zum Teil deutlich besser, als in Berlin.

2. Platz: Im Programmteil „Bibliotheksethik“ fand sich im zweiten Teil der Veranstaltung der oben genannte Vortrag. Der erste Teil „Bibliothek und Ethik – ethisches Handeln in der beruflichen Praxis“ war meines Erachtens sehr schwach, ich habe das vor Ort ja deutlich kritisiert. Ich möchte aber hervorheben, dass ich die Auseinandersetzung mit der Kritik, insbesondere in der vorangegangenen Veranstaltung mit ähnlichem Thema, sehr lobenswert fand. Nun zur eigentlichen Platzierung: der von mir oben erwähnte Vortrag war zweigeteilt. Da ich ja den bedauernswerten Fehler begangen hatte zu den sogenannten „Heiligen Kühen“ zu gehen, habe ich den ersten Teil der Vorträge zum ethischen Handeln am Beispiel der Raubgutforschungsprojekte verpasst – leider. Der zweite Teil war aber ein inhaltlich wie ethisch sehr zu lobendes Beispiel, wie man eine am Thema orientierte Auseinandersetzung mit Berufsethik führen kann!

3. Platz: Im Programmteil „Neue Herausforderungen für Öffentliche Bibliotheken“ war der oben genannte Vortrag zu finden. Auch wenn ich mit mancher Anwandlung (u.a. „mehr auf den Kunden fokussieren“) absolut nicht einverstanden zeige, hat Christoph Deeg doch ganz locker aus der Hüfte vorgeführt wie locker man Inhalt vermitteln kann. Ein sehr sehr angenehmer Kontrast war das und ich kann ihm dafür nur danken. Es lehrt uns vielleicht auch, dass eine gute Mischung aus Professionalität und Lockerheit auch ein sehr gutes Mittel zur Eigenwerbung sein kann.

So viel zu den drei tollsten Dingen. Ich hoffe spätestens morgen kann ich die Blogeinträge zum 101. Bibliothekartag abschließen.

DonBib

1 Gedanke zu “Mein Senf zum 101. Bibliothekartag – Teil 2

Schreibe einen Kommentar