Die heiligen Wartehallen der Inetbib-Mailingliste

haben wahrscheinlich meinen letzten Beitrag als Reaktion auf Frau Kustos verschluckt, oder es gibt eine Türstörung zur Öffentlichkeit oder mein Beitrag ist eingeschlafen und merkt nicht, dass er längst weiter darf – wer weiß.

Auch wenn es gar nichts großartiges war, ich würde ihn trotzdem gerne noch loswerden:

Liebe Frau Kustos,

ich möchte nur noch kurz einen Hinweis anbringen, der mir bei Ihrem Satz „Das gehört aber ganz bestimmt nicht in das Sammelgebiet öffentlicher Gebrauchsbibliotheken.“ (bezüglich rassistischer / menschenverachtender Werke) wieder in den Sinn kam.

Vor ein paar Monaten startete ein mir bekannte Blogger einen Versuch herauszufinden, wie denn ÖBs auf den „Kundenwunsch“ nach einem rassistischen und menschenverachtenden Werk reagieren. Das Ergebnis – das hier die Stadt- und Regionalbibliothek Frankfurt Oder betrifft – kann man nachlesen: http://lauterbautzner.blog.de/2012/07/05/rassismus-kultureinrichtung-14053409 und es ist eher bedrückend denn ermutigend.

Ich hätte noch einige ähnliche Beispiele zu berichten. Deshalb auch meine „Aufregung“ über die große Suppenküche „die Bibliothek“ in die jeder was mitbringt und abschließend nur Allgemeinplätze übrig bleiben – nachzulesen auch wieder im aktuellen Bericht zu Lage der Bibliotheken: viele Behauptungen treffen sich mit (z.T. Halb-) Wahrheiten und wild hereingeworfenen Statistiken, um ein bunt illustriertes Blättchen zu schmücken.

Ich fände es daher auch jetzt immernoch interessanter „den Auftrag“ Öffentlicher Bibliotheken zu diskutieren, statt Herrn Ulmer seine unsinnige Einordnung um die Ohren zu hauen. Nur sind wir selbst dafür verantwortlich Prozesse der Ideenentwicklung innerhalb und außerhalb des Berufsstandes und bibliotheksnaher Berufsstände zu organisieren und nicht nach dem Gesetzgeber zu rufen.

Beste Grüße

Donato Biblione

PS Wer ist denn der „Der gute alte deutsche bodenständige Qualitätsverlag???“ – der Eisenhutverlag (um mal den Kreis zu schließen)? 😉

DonBib

2 Gedanken zu “Die heiligen Wartehallen der Inetbib-Mailingliste

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